Was motiviert Mitarbeiter?

Wachen Sie immer öfter mit einem bedrückenden Gefühl und den Gedanken „Ich, will nicht in die Arbeit!“ auf? Müssen Sie sich immer wieder überwinden, um aus dem Bett zu kommen? Und werden Sie regelmäßig von einem Gedankenkarussel auf dem Weg zur Arbeit begleitet? Finden Sie Ihre Arbeit grundsätzlich gut, haben aber die Lust daran verloren?

 

Sie wollen Ihre Motivation wiedererlangen? Dann entdecken Sie, was Ihnen neue Kraft gibt.

 

Motiviert Arbeiten

Je öfters wir uns freuen, desto besser geht es uns. Deshalb soll die Freude nicht eine Freizeitbeschäftigung sein, sondern ein Fulltime-Job. Alles was Sie dafür benötigen, ist etwas Eigeninitiative.

 

Die Psychologin Lila Davachi von der New York University fand heraus, dass positive Erlebnisse unser Gehirn aufmerksamer machen, d. h. je mehr freudvolle Situationen wir täglich haben, umso mehr Freude entdecken wir.

 

Positive Emotionen erweitern also unsere Wahrnehmung und bauen laut Barbara Fredrickson zudem unsere Ressourcen langfristig auf. Gemeinsam bilden sie unser Schutzschild vor Depressionen, Burnout und Überbelastungen.

 

Da Beruf und Freizeit durch die flexiblen Arbeitsmodellen immer mehr verschmelzen, ist die eigene Motivation ausschlaggebend. Denn je motivierter wir arbeiten, umso innovativer, engagierter und genauer sind wir. Motivierte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erhöhen die Profitabilität, die Produktivität und das Wachstum des Unternehmens.

7 Wege, neuen Schwung in Ihre Arbeit zu bringen

#1 Denkweise erweitern

Der wichtigste Motivator für Veränderung ist unsere Denkweise. Unser Gehirn „denkt“ grundsätzlich positiv. Wenn jemand zu Ihnen sagt „Denken Sie nicht an ein schwarzes Schaf!“, an was denken Sie jetzt? Genau – an ein schwarzes Schaf. Formulieren Sie also Ihre Gedanken positiv. Statt zu denken „Jetzt muss ich das schon wieder machen!“, formulieren Sie es so „Diese Aufgabe erledige ich im Nu!“

 

#2 Fokus verändern

Je nachdem, auf was wir unseren Fokus legen, nehmen wir Negatives oder Positives vermehrt wahr. Unser Interesse steuert unsere Wahrnehmung. Planen wir beispielsweise unseren nächsten Urlaub, sehen wir auf einmal überall Artikel, Bilder, Reportagen über unseren Urlaubsort. Oder sind wir gerade auf der Suche nach einem neuen Rezept für die Mittagspause, sehen wir lauter Zeitschriften mit schnellen Rezepten für den Arbeitsalltag.

 

#3 Eigeninitiative ergreifen

Dinge, die wir gerne tun, fallen uns leicht. Beobachten Sie ein paar Tage oder eine Woche lang, welche Aufgaben Ihnen Freude, bereiten. Sie können beispielsweise erkennen, dass Sie bei kreativen Arbeiten in den Flow kommen, also alles rund um Sie vergessen. Oder Sie entdecken, dass der Austausch mit Kollegen und Kolleginnen zu Ihren Tageshighlights zählt. Bringen Sie solche motivierenden Situationen vermehrt in Ihren beruflichen und privaten Alltag.

 

#4 Neues ausprobieren

Routine ist zwar bequem, bringt uns aber nicht weiter. Erledigen Sie tägliche Aufgaben anders als gewohnt. Nehmen Sie beispielsweise eine andere Route zur Arbeit oder rufen Sie Personen an, statt Ihnen zu schreiben.

 

#5 Humor integrieren

Der Alltag ist voll mit kleinen freudvollen Situationen. Es muss nicht immer eine lustige Geschichte oder Erzählung sein, die uns zum Lachen bringt. Manchmal reicht es, sich am Faschingsdienstag über das Kostüm der Mitpendler zu amüsieren oder bei einem Missgeschick zu lachen. Nehmen Sie sich selbst und Ihren Beruf nicht zu ernst.

 

#6 Vorbild sein

Seien Sie Ihr eigenes Vorbild! Egal ob im Kontakt mit Kollegen oder beim Bewältigen von Aufgaben – handeln Sie so, wie die beste Version von Ihnen handeln würde. Sie selbst sind Ihr Maßstab.

 

#7 Hilfe annehmen

Jeder Person hat ihre eigene Art und Weise Aufgaben zu bewältigen. Die Perspektive einer anderen Person kann bereichernd sein und die eigene Denkweise verändern. Fragen Sie immer wieder nach der Meinung und Hilfe Ihrer Kollegen.

Motivation wiederfinden

Wenn Sie diese 7 Wege berücksichtigen, kehrt die Freude mit Sicherheit wieder in Ihren Arbeitsalltag ein. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und probieren Sie jede Woche oder jeden Tag einen anderen Weg aus, wie es Ihnen besser gefällt.

Jennifer Berger

Arbeits-, Organisations- & Wirtschaftspsychologin